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Arbeitslosenzahl auf niedrigstem Stand seit 20 Jahren
Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen ist im vergangenen Jahr in Deutschland trotz der europäischen Schuldenkrise auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Durchschnittlich 2,976 Millionen Menschen waren arbeitslos gemeldet, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit.
Weniger Arbeitslose wurden zuletzt 1991 registriert. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war deutlich: Im Jahresdurchschnitt gab es laut BA 263.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent.
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Und auch zum Jahresende zeigte sich der Arbeitsmarkt unverändert robust. Die Zahl der Arbeitslosen stieg zwar laut BA durch die einsetzende Winterpause von November auf Dezember um 67.000 auf 2,78 Millionen. Dieser Anstieg fiel demnach aber schwächer aus als in den Vorjahren. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Arbeitslosen um 231.000 ab. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 6,6 Prozent.
BA-Chef Frank-Jürgen Weise sprach von einem "guten Jahr" für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei deutlich gesunken, während Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kräftig gewachsen seien. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei das ganze Jahr über sehr hoch gewesen.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bescheinigte dem deutschen Arbeitsmarkt eine "grundsolide Verfassung". Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sehe sie aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Offene Stellen bedeuteten Chancen für Arbeitssuchende, aber auch längere Vakanzen, höhere Kosten für die Suche und entgangene Aufträge für die Unternehmen. Die Ministerin appellierte in diesem Zusammenhang an die Firmen, das Potenzial älterer Erwerbsloser besser zu nutzen.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bezeichnete das Jahr 2011 als "das mit Abstand erfolgreichste Jahr für die Erwerbstätigen im wiedervereinigten Deutschland". Er zeigte sich zudem überzeugt, dass sich der Beschäftigungsaufschwung in den kommenden Monaten fortsetze, "wenn auch mit langsamerem Tempo."
Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich nach Angaben der Bundesagentur weiter "auf hohem Niveau". Im Dezember waren 467.000 Stellen gemeldet und damit 87.000 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage steige dabei in fast allen Branchen, erklärte die Arbeitsagentur.
Arbeitsmarkt im Dezember
©AFP 2012
Archivfoto: Hendrik Schmidt









